Albumkritik der Woche: The Prodigy – The Day Is My Enemy

The Prodigy sind zurück. Das Nachfolgeralbum von „Worlds on Fire“ setzt genau da an wo der Vorgänger aufgehört hat. Der erste Song auf dem Album „The Day Is My Enemy “ lässt erahnen wohin die Reise geht. Ein weibliche Stimme lässt diese Worte direkt in unsere Gehörgänge wandern und versorgt uns gleichzeitig mit den typischen Prodigybeats. Ich kenne auch keine andere Band die Drum and Base so konsequent durchzieht. Der Zweite Song auf der Platte „Nasty“ drückt schön nach vorn. Wirkt aber auf den zweiten Blick eher monoton. Ich denke auf einem Livekonzert kommt es vielleicht besser zur Geltung. Track Drei „Rebel Radio“ schiebt uns direkt ein paar geloopte Synthesizer unter die sich im zweiten Teil des Songs mit feinen Vocals wunderbar vermischen. Diesen Song kann ich mir Live sehr gut vorstellen wie das Publikum ordentlich mitklatscht und zum Ende hin schön abgeht. Track Vier „Ibiza“ würde wahrscheinlich gut in eine Verfolgungsjagd in Actionfilm X Y passen. Aber man muss hier keine Angst haben das hier sonnige Stimmung aufkommt. Tanzbar ist es sicherlich, aber dennoch Geschmacksache. Track Fünf überrascht am Anfang mit einem kleinen 8bit Synthesizer und klatscht sich mit einem Gitarrenloop ab. Wunderbare dynamik gehen hier einher und man freut sich immer auf das kommende Ereignis in diesem Song. Diesen Song kann ich mir gut beim Zocken vorstellen. Egal ob Shooter oder Rennspiel, hier kann man sich schön darauf einlassen und den Song einfach Song sein lassen. Weiter geht die Reise mit „Wild Frontier“.

The Prodigy

Hier kommt tatsächlich so etwas wie eine Melodie zustande die sich einwandfrei durch den Song zieht. Geht gut ins Ohr und lädt zumabfeiern ein. Bisher gefällt mir dieser Song amBesten. Track 7 „Rok Weiler“ handelt nicht von einem Hundehaar-Salon nein, denn hier merkt man das erstemal dasTheProdigy auch mal andere Beats können außer „typischProdigy“ und genau das gefällt mir. Das Album hat zum Glück noch ein paar Tracks und ich hoffe das da noch etwas lauert. „BeyondtheDeathtray“ wartet mit atmosphärischen Klängen auf und beginnt an zu verzaubern. Er hat etwas leicht melancholisches und hebt sich sehr gut ab. So sehr, dass ich mir jetzt schon mehr davon gewünscht hätte. Vielleicht macht es aber genau das aus. Er ist ein Alleinstellungsmerkmal und das spürt man halt sofort und gleitet auch direkt in den nächsten Song. „RhythmBomb“ und hier wird wieder voll aufgefahren. Drückende Beats, verzerrteVocals undgeloopte Synthesizer in Dauerschleife. Der Song treibt und dicht gefolgt von dem nächsten Song“Roadblox“. Dieser setzt da an wo „BeyondtheDeathtray“ aufgehört hatte, aber mit dem hier hinzugefügten Einsatz von allem wasTheProdigy zu bieten hat. Schweißtreibenden Drums und immer wiederkehrendenVocals. Eignet sich gut zum Joggen. Hat ruhige Momente, aber auch genug Energie um zu begeistern. Völligausgepowert mag man kurz Luft holen, aber falsch gedacht. „Getyour Fighton“ lässt euch nicht verschnaufen und jagt euch regelrecht weiter. Habt Ihr was anderes erwartet? Ich denke nicht. Man bekommt was man will. Leider auch nicht mehr oder weniger. Orientalisch angehaucht geht es weiter und es kommt „Medicine“ hinterher. Amanfang wolltediese Lied nicht so recht meine Begeisterung entfachen. Zu meiner Enttäuschung wird es wohl auch nicht passieren. Für mich der schwächste Song. Die letztenZwei Songs stehen uns bevor und „InvisibleSun“ holt uns nochmal schön runter. Eine feinesGitarrenleadriff zieht uns in eine wunderschöne Spirale, der Bass pumpt und der Beat geht schleppend in Mark und Bein. Hat mir sehr gut gefallen. DerAbschlußsong „WallofDeath“ holt dann nochmal alles heraus. Schnell, wild und Laut. Hier kann man die triefenden Menschenmassen schon erahnen. Ein würdiger Song!

Im großen und ganzen freue ich mich sehr das The Prodigy wieder da sind, leider reicht dieses Album nicht an den Vorgänger heran. Vor ein paar Jahren als das Album erschien wirkten The Prodigy frischer denje und ich denke mal im Mix mit neuen und alten Tracks auf Livekonzerten wird man hier nicht enttäuscht. Für Fans kann ich das Album empfehlen. Alle anderen dürfen einfach mal reinhören. Schließlich bietet das Album ja mehr als nur eine gute Single, man darf halt nur kein „Firestarter“ erwarten.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und nun viel Spaß beim hören
Euer Tony
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